Herzkatheter-Anwendungen

Qualitätsmerkmal: Zeitmessung vor Herzinfarkt-Behandlung

Gute Behandlungsqualität liegt vor, wenn möglichst selten die Zeit zwischen der Ankunft eines Herzinfarkt-Patienten im Krankenhaus und der Herzkranzgefäß-Erweiterung nicht festgehalten wird.

Bei einem Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Herzgewebe stirbt aufgrund der mangelnden Blutversorgung des Herzens ab. Deswegen sollte eine Klinik jederzeit so vorbereitet sein, dass die Katheter-Behandlung möglichst direkt nach der Ankunft eines Patienten in der Klinik beginnen kann. Die Zeit zwischen der Ankunft und der Erweiterung verengter Herzkranzgefäße mithilfe eines Ballons am Ende des eingeführten Herzkatheters wird als „Door-to-balloon“-Zeit bezeichnet. Sie sollte maximal 60 Minuten betragen. Die „Door-to-balloon“-Zeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Herzkatheter-Behandlung. Deswegen sollte möglichst selten versäumt werden, sowohl die Ankunftszeit eines Patienten an der Krankenhauspforte („Door“-Zeitpunkt) als auch die Uhrzeit der Herzkranzgefäß-Erweiterung mittels Ballonkatheter („Balloon“-Zeitpunkt) schriftlich festzuhalten.

So selten werden die Zeitpunkte der Ankunft eines Patienten oder der Ballonkatheter-Erweiterung nicht festgehalten