Schlaganfall

Schnelle Thrombolyse

Gute Versorgungsqualität liegt vor, wenn bei Schlaganfall-Patienten, die wegen eines Gefäßverschlusses im Gehirn eine Thrombolyse benötigen, diese spätestens 60 Minuten nach der Klinikaufnahme beginnt.

Bei einem Schlaganfall aufgrund eines Gefäßverschlusses gilt: „Time is brain“ – Zeit ist Gehirn. Mit jeder Minute, in denen das Gehirn mit Blut unterversorgt ist, sterben weitere Gehirnzellen ab. Daher ist es wichtig, dass Patienten mit Schlaganfall-Symptomen so schnell wie möglich eine Klinik erreichen, aber auch, dass die Klinik personell und apparativ jederzeit auf eine Thrombolyse vorbereitet ist. Bei der Thrombolyse wird ein flüssiges Medikament, mit dem der Gefäßverschluss aufgelöst werden kann, in die Blutbahn injiziert. Die Zeit zwischen der Ankunft an der Krankenhauspforte (door) und dem Ansetzen der Injektionsnadel (needle) wird von Experten Door-to-needle time (Zeit zwischen Tür und Nadel) genannt. Während dieser Zeit muss die Diagnostik mit einem bildgebenden Verfahren (CT oder MRT, siehe Qualitätsmerkmal „Schnelle Bildgebung“) erfolgen und, wenn der Schlaganfall durch einen Gefäßverschluss verursacht wurde, die Thrombolyse vorbereitet werden. Krankenhäuser sollten so organisiert sein, dass die Door-to-needle time möglichst kurz ist. Optimal ist, wenn sie unter einer Stunde liegt.

Die folgenden zwei Schaubilder zeigen, wie schnell Schlaganfallpatienten mit Gefäßverschluss in Thüringer Krankenhäusern thrombolysiert werden:

So häufig erhalten Patienten, die eine Thrombolyse benötigen, diese spätestens 60 Minuten nach der Klinikaufnahme

So kurz ist die durchschnittliche "Door-to-needle time" in Min. (Zeit zwischen Aufnahme und Beginn der Thrombolyse)