Rehabilitation

Frührehabilitation

Die bei einem Schlaganfall entstandenen Schädigungen des Gehirns können durch gezielte und frühzeitig einsetzende Rehabilitationsmaßnahmen zum Teil „repariert“ werden. Das menschliche Gehirn ist in der Lage, durch den Schlaganfall verloren gegangene körperliche und geistige Fähigkeiten zumindest bis zu einem gewissen Grad neu zu erlernen. Daher sollte eine Frührehabilitation so bald wie möglich nach der Behandlung des akuten Schlaganfalls einsetzen – im besten Fall noch während der Monitoring-Phase. Dazu stehen auf den Schlaganfall-Stationen hochqualifizierte Pflege- und Therapeuten-Teams zur Verfügung, z.B. für:

  • Physiotherapie: Bewegungsübungen, Aktivierung von gelähmten Körperpartien, Wiedererlangung des Körpergefühls, Haltungs- und Gangschulung
  • Logopädie: Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen
  • Ergotherapie: Training zur Wiedererlangung von Alltagsfähigkeiten wie Anziehen, Körperpflege, Benutzung von Hilfsmitteln
  • Neuropsychologie: Wahrnehmungs- und Gedächtnistraining, Schulung des räumlichen Sehens, der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit usw.

Anschlussbehandlung

Nach der Akutbehandlung ist meist eine Rehabilitationsmaßnahme zur weiteren Behandlung von Folgeschäden des Schlaganfalls erforderlich. Schon während des Klinikaufenthalts wird vom Sozialdienst die Anschlussbehandlung organisiert, z.B.:

Die weiterführende Rehabilitation dient zur Verbesserung der Mobilität, der Selbstständigkeit und der Alltagsbewältigung. Die Patienten sind dazu bis zu drei Wochen in einer Reha-Klinik untergebracht und erhalten dort ein auf ihre speziellen Beeinträchtigungen zugeschnittenes Rehabilitations-Programm. Dabei kommen Physio-, Sport- und Ergotherapie sowie besondere pflegerische Maßnahmen zum Einsatz, bei Bedarf auch Logopädie und psychologische Unterstützung.

Bei einer teilstationären Rehabilitation werden die Patienten morgens zur Tagesklinik gebracht, nehmen dort am Rehabilitations-Programm teil und kehren abends in ihr häusliches Umfeld zurück. Dies setzt eine gewisse Fähigkeit zur Mobilität voraus.

Dem Aufenthalt in einer Reha-Klinik schließt sich häufig noch eine ambulante Rehabilitation an. Bei Schlaganfällen mit nur leichteren Folgeschäden ist dies unter Umständen auch bereits direkt nach der Frührehabilitation möglich, sofern der Patient mobil genug ist. Er besucht dann regelmäßig ein Zentrum für ambulante Rehabilitation oder eine Praxis für Physio-, Ergo-, Logotherapie usw., je nach Art der individuellen Folgeschäden. Zur ambulanten Rehabilitation zählt auch die mobile Rehabilitation, bei der die Therapeuten zu den Patienten nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung kommen, um dort die Rehabilitation durchzuführen. Sie ist besonders geeignet für Patienten, die ihre Wohnumgebung nicht oder nur unter hohem Aufwand verlassen können.