Daten und Ergebnisse zur Schlaganfall-Versorgung

Die Thüringer Stroke Units (Schlaganfall-Zentren) und Tele Stroke Units (mit telemedizinischer Anbindung an die Stroke Units in Jena oder Altenburg) sind Mitglieder im so genannten „Qualitätssicherungsprojekt Schlaganfall Nordwestdeutschland“, das in dieser Form seit 2003 besteht. Mittlerweile nehmen über 170 Kliniken in Deutschland daran teil, so dass es das größte dieser Art hierzulande ist.

Eine zentrale Stelle im Universitätsklinikum Münster (Nordrhein-Westfalen) wertet die anonymisierten Patientendaten der teilnehmenden Kliniken jährlich nach einem standardisierten Verfahren aus. Dabei werden statistische Daten und die Erfolge der Behandlungen verglichen und Durchschnittswerte errechnet – etwa wie schnell eine Klinik nach der Einlieferung eines Patienten mit den überlebenswichtigen Untersuchungen und Therapien beginnt oder ob sie bei Patienten bestimmte Routine-Tests durchführt. So erfährt jede Klinik, wie gut sie im Vergleich mit den anderen abschneidet und mit welchen Maßnahmen sie Ihre Qualität noch verbessern könnte.

In den folgenden Schaubildern zeigen wir eine Auswahl der Daten und Qualitätsergebnisse.

Zahl der mit Verdacht auf Schlaganfall behandelten Patienten

Mehrere der hier aufgeführten Krankenhäuser veröffentlichen auf den nachfolgenden Unterseiten ihre Qualitätsergebnisse bei der Behandlung von Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben oder mit Verdacht auf Schlaganfall aufgenommen wurden. Balken und Zahlen geben an, wie häufig eine Schlaganfall-Behandlung in diesen Kliniken durchgeführt wurde. In Deutschland ereignen sich nach aktuellen Berechnungen rund 270.000 Schlaganfälle pro Jahr; in den hier aufgeführten Kliniken des Krankenhausspiegels Thüringen wurden 2017 insgesamt fast 5.900 Patienten wegen eines Schlaganfalls behandelt.