Hilfe im Notfall

Notfall-Nummern

Bei Krankheit oder Verletzung116 117
Bei plötzlicher schwerer Erkrankung, schwerer Verletzung, Lebensgefahr112

Die Menschen in Thüringen können sich auf ein flächendeckendes medizinisches Versorgungsnetz verlassen. Auch nachts und am Wochenende ist die Versorgung durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst, kassenärztliche Notfallpraxen und die Notaufnahmen der Krankenhäuser gewährleistet. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen mit möglicher Lebensgefahr stehen rund um die Uhr die Rettungsdienste bereit, die schnellstmöglich das nächstgelegene geeignete Krankenhaus ansteuern.

In den Thüringer Krankenhäusern sind die Notaufnahmen jederzeit auf eintreffende Rettungswagen oder -hubschrauber und die sofortige Versorgung erkrankter oder verletzter Personen vorbereitet. Auch Patienten, die von sich aus in die Notaufnahme eines Krankenhauses kommen, werden schnellstmöglich untersucht und ggf. behandelt, sofern die Schwere der Erkrankung oder Verletzung dies erfordert.

Standorte der Thüringer Krankenhäuser mit Notaufnahmen

Notfallversorgung in Thüringen

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Notfallstufe 3: Umfassende Notfallversorgung Notfallstufe 2: Erweiterte Notfallversorgung Notfallstufe 1: Basis-Notfallversorgung Spezialisierte Notfallversorgung
  • K – Kinder-Notfallversorgung
  • N – Kassenärztliche Notfallpraxis am Krankenhaus
  • P – Psychiatrische Notaufnahme
Notfallstufe 3: Umfassende Notfallversorgung Notfallstufe 2: Erweiterte Notfallversorgung Notfallstufe 1: Basis-Notfallversorgung Spezialisierte Notfallversorgung
  • K – Kinder-Notfallversorgung
  • N – Kassenärztliche Notfallpraxis am Krankenhaus
  • P – Psychiatrische Notaufnahme
Asklepios Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie Stadtroda spezialisierte Notfallversorgung Zusatzversorgung: P Eichsfeld Klinikum Heilbad Heiligenstadt Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N Eichsfeld Klinikum Niederorschel spezialisierte Notfallversorgung Elisabeth Klinikum Schmalkalden Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N Evangelische Lukas-Stiftung Altenburg spezialisierte Notfallversorgung Zusatzversorgung: P Helios Fachkliniken Hildburghausen - Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: P Helios Klinik Blankenhain Notfallstufe 1 Helios Klinikum Erfurt Notfallstufe 3 Zusatzversorgung: K, N Helios Klinikum Gotha Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N Helios Klinikum Meiningen Notfallstufe 3 Zusatzversorgung: K, N Hufeland Klinikum Bad Langensalza Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N Hufeland Klinikum Mühlhausen Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: K, N Ilm-Kreis-Kliniken - Standort Arnstadt Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N Ilm-Kreis-Kliniken - Standort Ilmenau Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N Katholisches Krankenhaus St. J. Nepomuk Erfurt Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: N, P Klinikum Altenburger Land -Altenburg Notfallstufe 3 Zusatzversorgung: K, N Klinikum Bad Salzungen Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N, P KMG Klinikum Sondershausen Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N KMG Klinikum Sömmerda Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N Kreiskrankenhaus Greiz Notfallstufe 2 Lungenklinik Neustadt spezialisierte Notfallversorgung Marienstift Arnstadt Orthopädische Klinik spezialisierte Notfallversorgung Zusatzversorgung: K Sophien- und Hufeland Klinikum Weimar Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N, P SRH Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N SRH Wald-Klinikum Gera Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K SRH Zentralklinikum Suhl Notfallstufe 3 Zusatzversorgung: N St. Georg Klinikum Eisenach Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N Thüringen-Kliniken - Standort Pößneck spezialisierte Notfallversorgung Zusatzversorgung: N Thüringen-Kliniken - Standort Rudolstadt Notfallstufe 1 Thüringen-Kliniken - Standort Saalfeld Notfallstufe 2 Zusatzversorgung: K, N Universitätsklinikum Jena Notfallstufe 3 Zusatzversorgung: K, N Waldkliniken Eisenberg Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: N Zentralklinik Bad Berka Notfallstufe 3 Zusatzversorgung: N Ökumenisches Hainich Klinikum Mühlhausen Notfallstufe 1 Zusatzversorgung: P

Was bedeuten die Notfallstufen und weiteren Versorgungsangebote?

Notfallstufe 1: Basisnotfallversorgung

Die meisten Krankenhäuser in Thüringen sind der Notfallstufe 1 zugeordnet. Sie gewährleisten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche eine wohnortnahe Basis-Notfallversorgung. Hierfür stehen mindestens die Fachabteilungen Chirurgie oder Unfallchirurgie sowie Innere Medizin zur Verfügung. Jeweils ein Facharzt für Innere Medizin, für Chirurgie und für Anästhesie muss innerhalb von 30 Minuten verfügbar sein. Weitere Voraussetzungen sind eine Intensivstation mit mindestens sechs Betten, davon drei, an denen Patienten beatmet werden können, ein Schockraum zur sofortigen Erstversorgung sowie ein Computertomograph (CT). Reichen die Möglichkeiten des Krankenhauses nicht aus, werden Patienten mit schwereren Erkrankungen oder Verletzungen nach der Erstversorgung umgehend in ein Krankenhaus der Notfallstufe 2 oder 3 gebracht. Eine immer bedeutendere Rolle in Thüringen spielt hier auch die Telemedizin, also die Unterstützung durch eine Klinik einer höheren Notfallstufe mittels digitaler Technologien. Ausführliche Informationen im Thüringer Krankenhausspiegel unter: 
Schlaganfall-Versorgung > SATELIT-Netzwerk

Notfallstufe 2: Erweiterte Notfallversorgung

Krankenhäuser der Notfallstufe 2 gewährleisten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche eine erweiterte Notfallversorgung. Sie müssen mehr Fachabteilungen, mehr Intensivbetten sowie eine umfangreichere personelle und medizinisch-technische Ausstattung als die Stufe 1 (Basis-Notfallversorgung) vorhalten, etwa ein Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT), einen Herzkatheter-Platz zur Behandlung von Herzinfarkt-Patienten und einen Hubschrauber-Landeplatz.

Notfallstufe 3: Umfassende Notfallversorgung

Dies ist die höchste Versorgungsstufe. Hier steht eine noch größere Anzahl spezialisierter Fachabteilungen als in Stufe 2 (Erweiterte Notfallversorgung) zur Verfügung, z.B. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde oder Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, darüber hinaus eine Schlaganfallstation (Stroke Unit), ein Traumazentrum zur Versorgung Schwerverletzter sowie in den meisten Fällen auch eine Herzinfarkt-Station (Chest Pain Unit) und eine Kinderklinik. In Thüringen gibt es Krankenhäuser der Notfallstufe 3 in allen größeren Städten.

Spezialisierte Notfallversorgung

Einige Thüringer Krankenhäuser ohne Zuweisung einer Notfallstufe verfügen über spezialisierte Versorgungsangebote für bestimmte Krankheitsbilder oder Patientengruppen. Dies umfasst etwa Fachzentren, spezialisierte Abteilungen sowie Psychiatrische Notaufnahmen. Diese Einrichtungen ergänzen die gestufte Notfallversorgung in spezifischen Bereichen, ersetzen jedoch keine allgemeine Notaufnahme.

K – Kinder-Notfallversorgung

Im Prinzip gelten die Notfallstufen der Krankenhäuser auch für die Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen. Mehrere Krankenhäuser in Thüringen haben eine Klinik oder Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin, in der junge Patienten (weiter-) behandelt werden können. Für kleine Notfallpatienten und ihre Eltern aus dem Raum Jena gibt eine eigene Kinder-Notaufnahme am Universitätsklinikum. Das Helios Klinikum Erfurt verfügt über ein spezielles Versorgungszentrum für brandverletzte Kinder.

N – Kassenärztliche Notfallpraxis am Krankenhaus

An zahlreichen Thüringer Krankenhäusern gibt es Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung auf dem Klinikgelände oder in der Nähe. Sie decken in der Regel Randzeiten ab, also Abendstunden oder Wochenenden, wenn die Praxen niedergelassener Haus- und Fachärzte geschlossen sind. Auch Patienten, die die Notaufnahme des Krankenhauses aufsuchen, werden zunächst von medizinischen Fachkräften der Notaufnahme eingeschätzt und im Falle einer leichteren Erkrankung oder Verletzung an die Notfallpraxis weitergeleitet. Im Unterschied zu den Notaufnahmen der Krankenhäuser können in den Bereitschaftspraxen auch Rezepte und Krankschreibungen ausgestellt werden.

P – Psychiatrische Notaufnahme

Alle großen psychiatrischen Kliniken in Thüringen haben eine Notaufnahme, in der rund um die Uhr Menschen in psychischen Notsituationen aufgenommen werden können. Ausführliche Informationen hier im Thüringer Krankenhausspiegel unter: 
Psychische Gesundheit

Psychiatrische Notfallversorgung: Hilfe bei psychischen Krisen

Hier finden Sie ausführliche Informationen